Rezept: Holundergelee selber machen

By Thomas Grimme, 23. September 2015

Bei uns im Hause gilt der selbstgemachte Holundergelee als Wundermittel in der kalten Jahreszeit. Aufgegossen mit heißem Wasser hilft er als Punsch wunderbar gegen Erkältung. Der Gelee ist auch super lecker als Brotaufstrich und eignet sich als tolles Geschenk zum Mitbringen. Zunächst geht es auf Suche nach einem passenden Holunderstrauch. Holunder auf Französisch heißt „sureau“, also wörtlich über dem Wasser. Das hilft euch vielleicht die passenden Sträucher zu finden. Ansonsten gibt es eine Karte von Mundraub.org, wo ihr im öffentlichen Raum stehende Sträucher und Obstbäume entdecken und auch selber eintragen könnt. Habt ihr eine Wanne voll mit Holunderbeeren eingesammelt, geht es darum die Beeren von den Ästen abzusuchen.

Kleiner Tipp: Ein paar Gummihandschuhe helfen, dass eure Hände sich nicht rot färben. 

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Habt ihr eure Beeren alle beisammen kocht man sie für 15 Min. auf. Dazu einen großen Topf mit einem halben Glas Wasser und den Beeren zum Kochen bringen. Den Topf nur halb füllen, da er euch sonst schnell überkocht. Habt ihr die Beeren 15 Min. sprudelnd aufgekocht, werden die Beeren in die Flotte Lotte übergeben. Wir empfehlen die 1 mm Lochscheibe.

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Die steht in einem weiteren Topf, damit sich dort der Saft sammeln kann. Habt ihr die Beeren ausreichend ausgepresst seid ihr auch schon fast fertig.

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Den Saft abkühlen lassen und dann in 750 g Einheiten einfrieren oder gleich weiter verarbeiten. Aber auch hierbei zunächst warten, bis der Saft abgekühlt ist. Zu 750 g Holundersaft gesellen sich dann 1 kg Gelierzucker 1:1, sowie der Saft einer Zitrone. Das ganze dann 4 Min. sprudelnd kochen. Dann kann abgefüllt werden.

Tipp: Die Gläser am besten auf ein nasses Tuch stellen.

Abgefüllt in heiß ausgespülte Marmeladengläser, den Twist-off Deckel direkt aufschrauben. Dann seid ihr für die dunkle Jahreszeit bestens ausgestattet.

One Comment

  1. R.Bruckner sagt:

    Hallo und guten Abend,
    nach diesem Rezept und Verfahren habe ich vor vielen Jahren einmal Holundergelee gekocht. Ich sage euch: Niemals wieder.
    Es hat nicht nur sehr lange gedauert, sondern es war – mit Verlaub – eine ziemliche Sauarbeit mit viel Sauerei. Nachdem der Gelee in den Gläsern war, hat es nochmal sehr lange gedauert, bis alles wieder sauber war – inklusive Küche.
    Viel einfacher ist es, sich den fertigen Saft zu kaufen, davon 3/4 Liter nach obigem Rezept mit dem Zucker zu vermischen, eine Stange Zimt und 2 Stückchen Sternanis mitzukochen (dann wieder entfernen) und anschließend in Gläser zu füllen. Das schmeckt schon fast adventlich.
    Schöne Grüße von einer Marmeladenköchin

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